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Hundegnadenhof & Tierstiftung

Es ist am frühen Morgen 08.01.2015

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Es ist halb vier und ich rauche eine Zigarette, nehme das Mikrofon und versuche meine Gefühle mit Tränen, die ihren Weg suchen, zu verdrängen. Die Musik ist mein Fallschirm, wenn es abwärts geht. Dieses Lied, das auf der nächsten CD erscheint, ist Meilo gewidmet.

 

„Tage wie diese“, die ich in den letzten Tagen erlebte – ja sie gibt sie. Da will einfach nichts klappen, da würde man am liebsten am Morgen die Bettdecke über den Kopf ziehen und liegen bleiben. Und dann passiert etwas, das einen völlig runterzieht. Man wacht auf und versucht sich krampfhaft an einen Traum, der dich schweißgebadet aufwachen ließ, zu erinnern. Ja, er war gestern Nacht da – mein Meilo. Ein wirrer Traum, ein kleines nächtliches Chaos und doch hat er mir eine Frage beantwortet. Eine Frage nach dem Menschen, der Meilo so misshandelt hat. Ich hatte eine Vermutung. Er hat mir in dem Traum mitgeteilt: „Ja, er war es!“ Ich hatte nur Bilder zum recherchieren und Mitteilungen der Organisation aus Bosnien. Es war einer der sich Tierschützer nennt und sich eine „goldene Nase“ mit einer Tierpension in Bosnien verdient.

Immer wieder habe ich mich nach dem „WARUM“ gefragt. Warum schlägt ein Mensch mit einem Gegenstand einem Hund den Schädel ein, zertrümmert seine Schnauze? Warum gibt ein solch` misshandelter Hund einem anderen Menschen noch die Chance ihm zu zeigen: „Komm ich bin einer, der es gut mit dir meint. Komm ich nehme Dir deine Angst“. Warum, warum, warum … ein richtig doofes Wort. Die Realität kennt eine andere Sprache.

Alles habe ich gegeben und doch auch alles verloren. Verloren einen liebenswerten Hund, in einem Augenblick, der mir eigentlich aufzeigte: „Wir sind in der richtigen Spur“. Meilo der trotz mehrerer Operationen, die schon heftig waren – immer an sein Glück glaubte. Sechs Monate dauerten diese Glücksgefühle, die er und ich erleben durften.

Gestern Nacht war er wieder so nah, als wenn er neben liegen würde. Einer der mir aufzeigte, dass Menschen unvorstellbare Dinge tun. Seit dem Jahre 2000 habe ich viel Leid und „Dreck“ live erlebt was Menschen Tieren antun. Aber das was ich mit Meilo erlebt habe, was ich dabei lernte und vergebens dann versuchte zu retten, klebt an meinem Herzen. Er hätte es so verdient einfach artgerecht und glücklich Hund sein zu dürfen.

Ja die Menschen, gerade die Menschen – die vehement mich teilweise auf der Seite der Tierschutzorganisation, die Meilo nach Deutschland brachten – fertig gemacht haben – die haben ihn schon lange vergessen. Es sind Menschen, die Meilo noch nie gesehen haben, sondern die sich in einer zwischenmenschlichen, privaten Angelegenheit wortführend öffentlich äußerten – euch möchte ich sagen: „Kümmert Euch um Euren Scheißdreck!“

Meilo starb an Aspergillose, das sein Hirn angefressen hatte. Als der Eiter durch die geplatzte Naht seines aufgrund der Misshandlung entfernten Auges platzte war es zu spät …

2 Kommentare

  1. Durch Meilos Schicksal wurde ich auf Werner aufmerksam. Vorher war ich zu stark in Rumänien eingespannt. Das ganze Tierleid in RO und auch in Ungarn hat meine Seele und mein Herz zerfressen, erst recht, als ich im Pallady war. Immerhin konnte ich Lupita, eine Schäferhündin, da heraus retten, ebenso in Ungarn 2 Schäferhunde. Wiederholt in die Tötungsshelter zu gehen, habe ich nicht verkraftet. Nie, nie werde ich verstehen, warum die Menschen die armen, wehrlosen, unschuldigen Hunde so zerstören. Sie sind Gottes Geschöpfe. Gott hat sie an unsere Seite gestellt, dass wir sie behüten und beschützen und nicht zu Tode quälen. Allen Tierquälern und Tiermördern wünsche ich die härteste Strafe, die möglich ist, und ein Umdenken in ihren Köpfen. Die Geldgier, die das mit verursacht, muss aufhören. Dafür bete ich jede Nacht.

    Werner Schneider, was er leistet, ist mehr als bewunderungswürdig. Es ist von Gott vorgegeben.

    So ein Gnadenhof war immer mein Traum und ist es noch.

  2. Hallo Karin M. Sie schreiben mir aus der Seele. Auch mein Traum ist es, etwas zu schaffen so wie Werner es geschaffen hat. Ich bete täglich dafür, dass dies irgendwann so sein wird.

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